Vor Deinen Augen verbeuge ich mich

Filmprojekt in Sachsen

Seit 2018 reist Georg Genoux mit seinem Projekt „Das Land, das ich nicht kenne“ durch Sachsen, macht Theaterprojekte, um selbst mit Menschen in Dialog zu kommen, oder es anderen zu ermöglichen, die sonst vielleicht nie miteinander reden würden bzw. ihre kostbaren Lebensgeschichten erzählen würden.


2021 wird Georg Genoux mit den Teilnehmern dieser Theaterprojekte den Film „Vor deinen Augen verbeuge ich mich“ über diese Erlebnisse drehen.


Uraufführung des Theaterfilms: 13 Juni 2021 um 19.30 am Deutsch – Sorbischen Volkstheater in Bautzen.

Ein Projekt von Agency for Safe Space, Sachsenreggae – Bürgerbühne, Deutsch – Sorbisches Volkstheater in Bautzen

Gefördert im Programm “Neustart” des Fonds Soziokultur.


“In Sachsen lernte ich Menschen aus Syrien kennen, die versuchen sich hier ein neues Leben aufzubauen, aber ihnen schlägt der blanke Hass entgegen, sei es in der Schule, am Arbeitsplatz oder auf der Straße. 

Ich erlebe hier Menschen, die nach der Wende alles verloren hatten und sächsische Jugendliche, die sich heute als größte Opfer empfinden “Wir waren vor der Flüchtlingswelle Deutsche zweiter Klasse, jetzt sind wir, wo die alle herkommen nur noch Deutsche dritter Klasse.” Hass entsteht auf “die Eindringlinge”. Dabei übersehen viele, wie ähnlich doch ihre Erfahrungen von Verlust sind.


In hunderten von Gesprächen mit Ortseinwohnern und Migranten in Sachsen erlebte ich eine große Angst vor dem Anderen oder vor dem Andersdenkenden. Bei vielen verspürte ich Panik, wenn es darum geht sich in die Position des Anderen hineinzuversetzen. Erst in vielen behutsamen Versuchen, erlebte ich wie die Menschen durch Kunst Freude an der Position des anderen entwickeln können und dass so die Angst schwindet.


In diesem Filmprojekt geht es darum Brücken zwischen Menschen zu bauen, wo es normalerweise nicht möglich erscheint. Ich möchte in meinem Filmprojekt Menschen zusammenbringen, die sonst nie miteinander reden würden. Kein Geflüchteter würde sich freiwillig in die kleine Ortskneipe in Hagenwerder setzen. Kaum ein Bewohner von Cunewalde würde von sich aus einen Geflüchteten zu sich nach Hause zum Gespräch einladen. Es geht in dieser Geschichte darum Vorurteile abbauen, miteinander sprechen lernen und versuchen sich in die Lage des anderen zu versetzen.”

(Georg Genoux)

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